
DEMONSTRATION „GRENZEN ABSCHAFFEN UND ALLE BLEIBEN!“
15 Uhr Kundgebung an der GU Schulstraße 11 (Jena-Ost)
16 Uhr Demo
Der Rechtsruck in Europa, die langanhaltende PEGIDA-Bewegung und ihre Nachahmer, langhaltende AfD-Demonstrationen in Erfurt, rassistische Übergriffe, Brandanschläge auf Geflüchtetenunterkünfte, angstschürende Medienberichte und reaktionäre Politiker_innenaussagen – zweifellos haben wir es mit einer rechten Mobilisierung ungeahnten Ausmaßes und neuer Dimension zu tun. Die wachsende Anzahl von Menschen, die nach Deutschland wollen, ist für Rechtspopulist_innen und Nazis der verunsichernde Boden, auf dem sie ihre rassistische Meinungsmache vorantreiben können.
In diesem Kontext spitzt sich die politische Situation zu: Asyrechtsverschärfungen, Grenzschließungen, die Mittelmeertoten, miserable Bedingungen in den Lagern und verschärfte Ausbeutung von migrantischer Arbeit sind das traurige Ergebnis der jüngsten Entwicklungen. Auf der anderen Seite haben die sogenannte „Willkommensbewegung“, verschiedene Fluchthilfekonvois und die zahlreichen Geflüchtetenproteste an den Grenzzäunen und in den Lagern (erst im Oktober für mehrere Tage im südthüringischen Suhl) gezeigt wie es anders gehen kann: Solidarisch und kämpferisch für eine Welt ohne Grenzen. Diese Impulse gilt es politisch weiter zu entwickeln, genauso wie eine kritischen Haltung gegenüber den Verhältnissen, die die jene katastrophalen Zustände dieser Zeit hervorbringen.
Antifaschist_innen und Unterstützer_innen von Geflüchteten laufen jedoch den unüberschaubaren und beängstigenden Ereignissen und Problemen seit Monaten mit zunehmender Ohnmacht hinterher. Es ist deshalb Zeit, zumindest Antwortversuche zu wagen, nicht immer nur auf Gegendemos zu gehen, sondern zusammen zu kommen, um laut und deutlich für eine antifaschistische und antirassistische Bewegung einzutreten. Lasst uns deutlich werden!


